Critical Mass Augsburg im Juni 2016

Die Critical Mass im Juni fiel mit den Augsburger Sommernächsten zusammen und war für 56 Freunde eine schöne Gelegenheit mit einer gemütlichen Radfahrt  in den Abend zu starten.
Aufgrund des Stadtfestes war der Rathausplatz für Fahrräder gesperrt, doch die Security hatte Einsicht und ließ uns bis zum Start verweilen.

Auch die restliche Fahrt verlief entspannt. Ein Soundbike sorgte für Musik und die absolute Mehrheit der Autofahrenden war tolerant unterwegs.

Hier die Route:

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und ein paar Eindrücke:

Die Critical Mass Augsburg im April 2016

Es ist soweit! Sonne & blauer Himmel. Die Vögel zwitschern, die Bäume werden grün.

Die einen haben inzwischen das Rad aus dem Keller geholt, die anderen haben die Spikes gegen Sommerreifen getauscht. Im Alltag sieht man mehr Radler, bei der Critical Mass kommen wieder über 16 Leute zusammen.

Klingt alles nach Frühling und nach einer schönen CM im April. So waren es dann auch 66 RadfahrerInnen, die aus den unterschiedlichsten Beweggründen und mit unterschiedlichsten Bewegmaschinen gemeinsam in den noch frühen Sonnenuntergang fuhren!

Hier führte der Weg entlang:

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Es ist schön so viele Leute mit guter Laune zu sehen! Wenn nun jeder diese Laune mit mindestens einem weiteren Radfahrer teilt, dann sind wir im Mai schon 132. Das wäre ein erstrebenswertes Ziel. Denn Augsburg ist – besonders im Sommer- eine Fahrradstadt. Ok, wir sind hier nicht in Münster, Freiburg. Auch nicht in in Nürnberg: 160 Km entfernt tourt die größte CM Bayerns die bis zu 500+Leute hat. Wir haben aber immerhin etwa den gleichen Radverkehrsanteil, wie die Fahrradhauptstadt der USA. 12,5%. Lasst uns das demonstrieren. Damit man einmal im Monat sieht und spürt, dass es hier Radfahrer gibt. Viele Radfahrer. Dass man sieht, dass wir Verkehrsteilnehmer sind. Gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Und noch viel wichtiger: dass man sieht wie viel Spaß selbstbewegte Mobilität macht!

In diesem Sinne: fahrt mit und redet darüber!

Bis zu nächsten letzten Freitag*

 

*27.05.2016, 18:00 Uhr am Rathausplatz

Ein Augsburger in Berlin

Wie kürzlich berichtet, lebe ich, Arno, mittlerweile in Berlin, genauer gesagt seit knapp einer Woche. Ich konnte mir natürlich die Critical Mass hier nicht entgehen lassen – und muss sagen: Wow! So viele Menschen auf Fahrrädern habe ich (abgesehen vom „Ring frei“ in München) noch nie erlebt. Mein Alltagscrosser ist noch im Lager untergebracht, weshalb ich mit meinem „Berliner“ unterwegs war.

Meine letzte Mitfahrt in Berlin ist schon länger her. Damals war ich noch als Gast dabei und nicht als Bewohner dieser Stadt. Das war im Dezember 2014, wo „nur“ etwa 80 Leute mitgefahren sind (siehe auch den damaligen Bericht dazu). Aber jetzt ist es schon angenehm warm und entsprechend sind viel mehr Menschen unterwegs und die Tour war auch deutlich länger (etwa 44 Kilometer Länge von 20 Uhr bis kurz nach Mitternacht, wobei am Ende die Gruppe nur aus ein paar Dutzend Leuten bestand).

Die Bilder geben einen kleinen Eindruck davon. Die erste Gruppe hat sich am Anfang am Heinrichplatz getroffen und ist dann mit den Anderen am Mariannenplatz zusammengekommen. Am Anfang waren es etwa 300-400 Leute und im Verlauf der Fahrt sind noch weitere Menschen dazugekommen, so dass am Ende grob geschätzt sicher über 1000 Leute mitgefahren sind. Wenn ich zwischendurch vorne war und gecorkt habe, dauerte es locker 10 Minuten, bis die ganze Gruppe an mir vorbeigekommen ist.

Wie mir von einem Mitfahrer erklärt wurde, war die Teilnehmerzahl aber noch „eher klein“, weil es ja erst Ende April ist und viele Leute nur im Sommer ab Mai/Juni mitfahren. Im Sommer sind dann auch mal mehr als 2000 Leute dabei. Da kann sich Augsburg noch ein gutes Stück abschneiden. Wenigstens mehr als 100 sollten drin sein! So winzig ist Augsburg ja auch wieder nicht ;-).

Die Strecke habe ich auch hier als Route aufgezeichnet (wie üblich ist JavaScript erforderlich):

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Die Critical Mass im März 2016

Diesmal war es nur ein „Critical Mässchen“ mit 7 wasserfesten Mitfahrern und einem Kind im Anhänger – aber nachdem sich schon alle die Mühe gemacht haben, trotz Regen und Osterfeiertag zu kommen, haben wir kurzerhand beschlossen, einfach so eine Runde zu drehen (ganz brav nach den Verkehrsregeln) und touristische Attraktionen, wie die neueste Fahrradstraße in Augsburg zu besichtigen.

Vielen Dank für’s mitfahren – es hat trotz eher feuchtem Wetter wieder viel Spaß gemacht! Aber wie heisst es so schön: es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung ;-).

Wie immer auch der die obligatorische Routenaufzeichnung als interkative Karte (zur Anzeige ist JavaScript erforderlich):

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An dieser Stelle noch etwas in eigener Sache von mir (Arno):

Ich werde ab Mai in Berlin leben und daher künftig nicht mehr als Berichterstatter auf der Critical Mass Augsburg mitfahren.  Die letzten Jahre haben viel Spaß gemacht ich wünsche der Critical Mass Augsburg noch viele schöne Fahrten und vor Allem noch viel mehr Mitfahrer/innen! Das Blog wird selbstverständlich auch weiterhin  existieren und künftig von freundlichen Helfer/innen gepflegt, die sich dazu bereit erklärt haben (Danke!).

Radwege und Radstreifen

Um mal etwas klar zu stellen: die Critical Mass ist keine Aktion pauschal für oder gegen Radwege/Radstreifen. Es geht darum, das Fahrrad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel im Straßenverkehr nutzen zu können.

Tatsächlich sind aber viele existierende Radwege eben nicht so sicher, wie es mancher Politiker oder Verkehrsplaner behauptet und die Nutzung der Fahrbahn oft wesentlich sicherer – was übrigens auch die Unfallforscher der Versicherer schon vor einigen Jahren festgestellt haben, siehe den Artikel dazu bei Merkur.

Die letztes Jahr gestorbenen Radfahrerinnen (siehe auch Wieder ein tödlicher Unfall in Augsburg und Ghostbike in Gedenken an Chiara Annia Sophie Roider) waren beide auf Radwegen(!) unterwegs – das sollte Mahnung genug dafür sein, dass getrennte Verkehrswege nicht immer die beste Lösung sind.

Das Blog „Things on Augsburgs Lanes“ zeigt deutlich, dass Radwege und Radstreifen vielfach von Autofahrern und Anwohnern schlicht nicht ernstgenommen werden – da parken dann ganz selbstverständlich Autos und Mülltonnen landen traditionell auch gerne auf dem Radweg, denn man will ja keine Fußgänger behindern und auf der Fahrbahn geht es ebenfalls nicht.

Wir sind als Radfahrer/innen ebenso Verkehrsteilnehmer/innen wie alle Anderen und haben auch auf der Fahrbahn die selben Rechte. Nur weil jemand sich „unwohl“ fühlt, sollte niemand in der Stadt Radwege benutzen müssen, um den Autos Platz zu machen und gleichzeitig an jeder Kreuzung einen Unfall zu risikieren. Dann lieber Fahrgemeinschaften bilden und in Gruppen fahren – etwa auf dem täglichen Weg Arbeit und zurück.

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